Glücksspielatlas Deutschland 2023 Zahlen, Daten, Fakten_2
Spielsucht ist weltweit ein wachsendes Problem
Erkenntnisse zu Praktikabilität, möglichen Anpassungsbedarfen der Anforderungen bezüglich des Spielerschutzes, Veränderungen des Spielverhaltens etc. sind von Bedeutung. Im Jahr 2021 verloren Glücksspielende auf dem legalen Glücksspielmarkt 13,4 Milliarden Euro. Allein 35,6% entfallen hierbei auf Glücksspielautomaten in Gastronomie und Spielhallen und 30,4 % auf Lotterien des Deutschen Lotto- und Totoblocks.
Zur Metakognition gehört die Fähigkeit, Wahrnehmungen oder Entscheidungen zu reflektieren und zu bewerten. Dies kann entsprechend positive Auswirkungen auf Strategien zur Problemlösung und Selbstregulation haben. Das metakognitive Training bei problematischem Glücksspiel (Glücksspiel – MKT) kann somit idealerweise zu einer Korrektur der problematischen Denkinhalte und zu einer Reduktion der Symptomatik führen. Bislang fehlte in Deutschland eine anschauliche, komprimierte Zusammenstellung der wesentlichen Fakten zum Themengebiet Glücksspiel, wie z. Spielformen, Verbreitung, Rahmenbedingungen, Probleme und Schäden sowie Belastungen, Hilfe- und Präventionsangebote. Der Glücksspielatlas 2023 ist ein umfassendes Grundlagen- und Nachschlagewerk mit einer Zusammenstellung von zentralen Fakten in leicht verständlicher Sprache und anschaulichen Abbildungen.
Glücksspiel-Survey
Mit dem Glücksspielsurvey soll ein Beitrag geleistet werden, die epidemiologischen Erkenntnisse über die Glücksspielteilnahme und -probleme der bundesdeutschen Bevölkerung weiter zu verbessern. Auf der Grundlage solcher Daten können Maßnahmen des Spieler- und Jugendschutzes evaluiert und gegebenenfalls verbessert werden. Bei den hier dargestellten Daten handelt es sich jeweils um Zugänge an Betreuungen in der ambulanten Suchthilfe bzw. Beendete Behandlungen in der stationäre Suchthilfe, für die eine Hauptdiagnose vorlag. Die Daten der einzelnen Jahre sowie eine detaillierte Erläuterung ihrer Erhebung sind unter verfügbar. Der Glücksspielsurvey soll dazu beitragen, bessere epidemiologische Erkenntnisse über Glücksspielteilnahme und -probleme der bundesdeutschen Bevölkerung zu erhalten.
Etwa zwei von 100 erwachsenen Menschen in Deutschland haben eine „Glücksspiel-Störung“ entwickelt, weitere knapp sechs Prozent zeigen einen riskanten Umgang mit Glücksspielen. Besonders davon betroffen sind Personen, die sich an Glücksspielen mit hohem Suchtpotential beteiligen, also zum Beispiel an Automaten in Spielbanken oder Spielhallen spielen. Männer zeigen insgesamt deutlich häufiger Anzeichen für ein problematisches oder pathologisches Spielen als Frauen. Bei glücksspielbezogenen Störungen zeigen sich zwischen beiden Erhebungsjahren keine signifikanten Unterschiede. Lag der Anteil Erwachsener mit einer Glücksspielstörung im Jahr 2021 bei 2,3 % der bundesdeutschen Bevölkerung, so liegt er 2023 bei 2,4 %. Auch im Hinblick auf die einzelnen Schweregrade der Störung traten keine signifikanten Veränderungen auf.
- Dabei wird zwischen dem regulierten und dem unregulierten Glücksspielmarkt unterschieden.
- Diese Studie wurde im Dezember 2023 an die eye square GmbH in Berlin vergeben.
- Zu diesem Ergebnis kommen die Erhebungen zu glücksspielbezogenen Störungen im Rahmen des Glücksspielsurveys.
- 3,5 % der Männer und 1,1 % der Frauen erfüllen die Diagnosekriterien einer „Störung durch Glücksspielen“.
Das IFT ist als selbstständiges Forschungsinstitut auf dem bruce bet Gebiet der Abhängigkeitserkrankungen tätig. Themenschwerpunkte sind Alkohol, Tabak, illegale Drogen, Medikamente und Glücksspiel. Es werden grundlagen- und anwendungsbezogene Fragestellungen zur Ätiologie, Epidemiologie, Prävention, Therapie und zur Versorgungsforschung bearbeitet.
Wie viele Personen in Deutschland nehmen an Glücksspielen teil?
Diese Studie wurde im Dezember 2023 an die eye square GmbH in Berlin vergeben. Das Forschungsvorhaben ist ebenfalls Bestandteil der Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrages 2021 und soll eine Wirkungsevaluation vornehmen. Die auf drei Jahre angelegte Studie wurde im Juli 2023 an die Universität Bremen vergeben. Der Schwerpunkt der Studie liegt auf den Auswirkungen der im Glücksspielstaatsvertrag festgelegten umfangreichen Anforderungen, insbesondere auf den Spielerschutz. Geprüft werden die Umsetzungen der Spielerschutzregelungen hinsichtlich ihrer Effekte für die Spielenden.
Der Anteil der Betreuungen in ambulanten Einrichtungen, die auf eine Problematik durch pathologisches Spielen zurückgehen, lag im Jahr 2022 bei 3,7%. 3,7 % der ambulanten Betreuungen mit einer Suchtproblematik gehen auf pathologisches Spielen als Hauptdiagnose zurück. Dies ergibt sich aus den Ergebnissen der Deutschen Suchthilfestatistik. Die hier dargestellten Daten sind dem Glücksspielsurvey 2021, Abbildung 1 entnommen.
2,3 % der erwachsenen Personen in Deutschland die Kriterien für ein riskantes Spielverhalten bzw. Menschen (die Diagnosekriterien finden sich zum Beispiel im aktuellen Glücksspielatlas (S. 67). Zu diesem Ergebnis kommen die Erhebungen zu glücksspielbezogenen Störungen im Rahmen des Glücksspielsurveys.
Glücksspiel – Zahlen, Daten, Fakten
Die Deutsche Suchthilfestatistik ist das nationale Dokumentations- und Monitoringsystem im Bereich der Suchthilfe in Deutschland. Ambulante und stationäre Einrichtungen der Suchthilfe werden hinsichtlich struktureller Merkmale und dem Leistungsspektrum betrachtet. Behandelte Personen werden hinsichtlich soziodemografischer und suchtbezogener Aspekte sowie behandlungsspezifischer Merkmale in die Betrachtung einbezogen. Die bundesweit erhobenen Daten werden durch das Institut für Therapieforschung analysiert.
Das gemeinnützige Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung besteht seit 1992. Das ISD versteht sich als ein Bindeglied zwischen Forschung und Praxis. Es führt Evaluationen und Forschungsprojekte zum gesamten Spektrum der Suchtprävention und -hilfe durch. Die Glücksspielforschung betreibt Studien zu sozialen, psychologischen, medizinischen, rechtlichen und ökonomischen Themen des Glücksspiels.
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